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HANDLUNGSFELDER

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie & Betriebe: Lösung Gewerbe

Überblick

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie & Betriebe wollte sich dem Auswertungspotenzial der Berliner Gewerbedaten durch einen bewusst offen gehaltenen Projektansatz nähern. Entsprechend wurden in der ersten Projektphase die potenziellen Nutzer:innen aus den Bezirken und der Senatsverwaltung aktiv in den Konzeptionsprozess einbezogen, um herauszufinden, welche Herausforderungen und Limitierungen bei der aktuellen Nutzung der Gewerbedaten bestanden und welche Anforderungen die Nutzer:innen an eine Analyseanwendung stellen würden, damit diese sie tatsächlich in ihren Arbeitsprozessen unterstützt.

Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde die Pilotanwendung dann in zwei Iterationsphasen in enger Abstimmung mit der Kundin entwickelt. Im Anschluss wurde sie den Stakeholdern vorgestellt, um zusätzliches Feedback einzuholen und mögliche Schwerpunkte für eine Weiterentwicklung der Anwendung abzustimmen.

Auf Grund des positiven Feedbacks und der guten Anwendbarkeit der Auswertungen, strebt die Senatsverwaltung eine Ausweitung des Pilotprojekts an.

Datenquellen

Die Auswertungen in der Pilotanwendung basieren auf nicht-personenbezogenen Daten zu den in Berlin angemeldeten Gewerben aus der Gewerbedatenbank Migewa. Diese Daten wurden georeferenziert, um sie für räumliche Analysen nutzbar zu machen. Um zusätzlichen Kontext zu liefern, wurden zusätzlich Daten des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg zu Umsatz und Anzahl der Mitarbeiter pro Branche integriert.

Wirksamkeit

Die Pilotanwendung bietet umfangreiche Auswertungen zu den in Berlin aktuell und historisch angemeldeten Gewerben über Branchen und räumliche Kategorien hinweg. Die Lösung wurde sowohl mit Mitarbeitenden der Senatsverwaltung als auch mit Wirtschaftsförderer:innen und Stadtentwicklungsexpert:innen aus den Berliner Bezirken validiert. So sahen die potenziellen Nutzer:innen vor allem Mehrwerte in der Möglichkeit schnell und detailliert gegenüber der Politik und Bürgerschaft zu kommunizieren, bzw. auf Anfragen zu reagieren. Die Anwendung bot auch Nutzer:innen einen Zugang zu den Gewerbedaten, die diese bisher noch gar nicht in ihre Arbeitsprozesse einbezogen hatten.

Auch der Erfolg wirtschaftlicher Förderprogramme, die Folgen der Corona-Pandemie auf bestimmte Wirtschaftszweige oder auffällige Häufungen identischer Gewerbeanmeldungen in kleinteiligen Beobachtungsräumen können über die Anwendung analysiert und herausgearbeitet werden. In einem weiteren Entwicklungsschritt soll die Integration weiterer Datensätze überprüft werden, die etwa zusätzliche Informationen zu Größe oder Mitarbeiterzahl der aufgeführten Unternehmen hinzufügen könnten.

Auch eine Eingliederung der Anwendung in das Open-Data Portal Berlins soll geprüft werden.

„Polyteia ist ein junges, sehr engagiertes und leistungsfähiges Team. Durch den bewusst gewählten explorativen Ansatz wussten wir nicht, wohin die gemeinsame Reise führt. Aber ich hatte immer das Vertrauen, dass wir Erfolg haben werden. Und den haben wir!“

Joachim Eckert

LEITER REFERAT II E, SENATSVERWALTUNG FÜR WIRTSCHAFT, ENERGIE & BETRIEBE, LAND BERLIN

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