Polyteia unterstützt Schleswig-Holstein bei Corona-Krisenmanagement

Ob Inzidenzwerte, Fallzahlen oder R-Wert - für die Bewältigung der Corona Pandemie ist eine richtige Datengrundlage elementar. Meist liegen Daten jedoch zerstreut in Silos vor, was eine tagesaktuelle Einschätzung der Krisenlage vor Ort erheblich erschwert. Dies gilt auch für den Bildungsbereich. In Schleswig-Holstein meldeten die Schulen ihre Fallzahlen per E-Mail in einem PDF-Formular. Das händische Zusammenführen dieser Daten nahm viel Zeit in Anspruch und erschwerte ein schnelles Reagieren. 

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Kiel geht als erstes Kultusministerium in Deutschland deshalb einen vollständig digitalen Weg: Mithilfe der Datenplattform von Polyteia werden Beeinträchtigungen des Schulbetriebs und das Infektionsgeschehen wie z. B. bestätigte Corona-Fälle, Quarantäne oder Distanzunterricht seit Dezember 2020 täglich digital erfasst, aggregiert und visualisiert. 

Die über 700 Schulen in Schleswig-Holstein geben ihre Daten zum aktuellen Infektionsgeschehen komfortabel in einer Web-Anwendung ein. Die so erfassten Daten werden dann mit der Schulstatistik des Landes zu einem digitalen Lagebericht vernetzt. In einem kompakten Dashboard verschaffen sich die Bildungsministerin und ihr Krisenstab anschließend mit Kennzahlen, Diagrammen und Tabellen einen schnellen Überblick über die Lage. Das Bildungsministerium stellt das Dashboard ab sofort auch der Öffentlichkeit zur Verfügung, um Medienvertreter und Bürgerinnen und Bürger transparent über die Lage zu informieren.

„Eine tagesaktuelle und belastbare Datengrundlage ist essentiell für unser Krisenmanagement während der Pandemie“, betont Ministerin Karin Prien. Dabei gehe es nicht nur darum, reine Infektionsdaten, wie sie etwa die Gesundheitsbehörden erhalten, zu erfassen. Vielmehr müsse die Schulaufsicht reagieren können, wenn die Aufrechterhaltung des Schulbetriebes durch lokale Ausbruchsgeschehen gefährdet sei. „Mit der Datenplattform von Polyteia haben wir nun das nötige digitale Instrument für die datenbasierte Steuerung der Maßnahmen zur Hand, das sowohl die Schulen als auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Ministerium entlastet.” Der Entwicklungsprozess habe sich dabei sehr agil innerhalb weniger Wochen realisieren lassen, und die Anwendung war innerhalb von wenigen Wochen einsatzbereit und auf alle Schulen ausgerollt.

„In Rahmen dieser Innovationspartnerschaft mit dem Land Schleswig-Holstein haben wir eine auf alle Bundesländer skalierbare Referenzlösung für das Corona-Krisenmanagement im Bildungssystem geschaffen“, ergänzt Polyteia-Geschäftsführer Faruk Tuncer.

Das Dashboard ist über folgenden Direktlink über jeden Webbrowser erreichbar: https://schuldashboard.sh.polyteia.de